Der Markt in Zahlen
| Ausschreibungen, auf die man anbieten konnte | 321 |
| publizierte Zuschläge | 353 |
| freihändige Vergaben (ohne Wettbewerb) | 47 |
| abgebrochene oder widerrufene Verfahren | 13 |
| verschiedene Auftraggeber | 77 |
| Eingabefrist im Mittel | 38 Tage |
| Verfahren mit Losaufteilung | 9 (2,8 %) |
| Unterlagen nicht bei Simap | 21 (6,5 %) |
| Medianzuschlag (gesamter Bestand) | CHF 540'750 |
Von allen 400 vergebenen Aufträgen gingen 11,8 % freihändig weg, also ohne Wettbewerb. Schweizweit sind es 20,7 %.
Wer ausschreibt
| Auftraggeber | Ausschreibungen 2026 | Anteil |
|---|---|---|
| Tiefbauamt Graubünden | 181 | 56,4 % |
| Rhätische Bahn AG | 21 | 6,5 % |
| Psychiatrische Dienste Graubünden | 9 | 2,8 % |
| Engadiner Kraftwerke AG | 8 | 2,5 % |
| Bundesamt für Strassen ASTRA (Filiale Ost) | 5 | 1,6 % |
Was ausgeschrieben wird
| Art des Auftrags | Ausschreibungen | Anteil |
|---|---|---|
| Bauauftrag | 127 | 39,6 % |
| Dienstleistung | 177 | 55,1 % |
| Lieferauftrag | 17 | 5,3 % |
Was in Graubünden anders ist: ein Auftraggeber dominiert
Keine Zahl im Vergleich ist so eindeutig: 181 der 321 Ausschreibungen — 56,4 % — stammen vom Tiefbauamt Graubünden. Zum Vergleich: In Zürich kommt der grösste Auftraggeber auf 10,9 %. Insgesamt schreiben in Graubünden nur 77 verschiedene Stellen aus, in Zürich sind es 337.
Für Anbieter ist das eine gute Nachricht und eine schlechte. Gut: Wer den Strassen- und Kunstbau im Kanton bedient, muss sich mit wenigen Stellen vertraut machen, und deren Unterlagen ähneln sich über die Jahre. Schlecht: Der Markt hängt an einem Budget. Fällt ein Bauprogramm aus, fällt der halbe Kanton weg.
Dazu die kürzesten Fristen im Vergleich: 38 Tage im Mittel, acht weniger als in Bern. Und ungewöhnlich für einen Bergkanton: Die Dienstleistungen (177) überwiegen die Bauaufträge (127) — hinter den Strassen stehen Planung, Vermessung und Bauleitung, die getrennt vergeben werden.
Ausgezählt aus dem Bestand, den Tenderis seit dem 1. Juli 2024 von simap.ch erfasst; Stand 21. September 2026.
Zugeordnet wird über die in der Publikation genannte Adresse der ausschreibenden Stelle, nicht über den Ort der Leistungserbringung. Ein Bundesamt mit Sitz im Kanton Graubünden zählt hier also mit, auch wenn der Auftrag anderswo ausgeführt wird — und umgekehrt fehlt ein Auftrag im Kanton Graubünden, den eine Stelle aus einem anderen Kanton ausschreibt. Für die Frage „wen muss ich kennen" ist das die richtige Zuordnung, für die Frage „wo wird gebaut" nicht.
Die Zahlen des Jahres 2026 umfassen die Publikationen bis zum 21. September; der Medianzuschlag beruht auf dem gesamten erfassten Zeitraum, weil ein Zuschlag oft Monate nach der Ausschreibung publiziert wird.